Erfolg und Business

Digitalwirtschaft

Laut einer Pressemitteilung der Bitkom hat sich die Digitalwirtschaft in Deutschland im Vergleich zur Gesamtwirtschaft deutlich schneller von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie erholt. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz der Branche mit Produkten und Dienstleitungen um nur 0,6 Prozent auf knapp 170 Milliarden Euro zurück. In vielen anderen Branchen gab es im selben Zeitraum Umsatzeinbrüche von über zehn Prozent.

Trotz der noch anhaltenden Pandemie und des erneuten Lockdowns rechnet der Branchenverband Bitkom für 2021 mit einem „robusten Wachstum“ von 3,7 Prozent. Dies soll sich laut der Prognose auch auf die Arbeitsplätze auswirken, die 2021 um 20.000 steigen sollen. ITK-Unternehmen würden dann erstmals über 1,2 Millionen Menschen in Deutschland beschäftigten.

Bitkom-Präsident Achim Berg: „Die Corona-Krise hat die Digitalisierung in vielen Bereichen beschleunigt. Wirtschaft, Staat und Verbraucher investieren in digitale Technologien, auch zwischenzeitlich aufgeschobene Investitionen werden jetzt nachgeholt. Die Bitkom-Branche ist bislang gut durch die Krise gekommen. Für 2021 stehen die Zeichen wieder auf Wachstum.”

Gute Aussichten für die Digitalwirtschaft
Gute Aussichten für die Digitalwirtschaft (Bild: Bitkom)

Home-Office als Umsatztreiber

Während der Covid-19-Pandemie war der größte Umsatztreiber der Digitalwirtschaft die zusätzliche IT-Hardware, die viele Unternehmen für Mitarbeiter im Home-Office oder zur Aktualisierung ihrer technischen Infrastruktur anschaffen mussten. Im vergangenen Jahr ist der Umsatz mit Servern, Computern und Peripherie deshalb um 8,6 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro gestiegen.

Außerdem gab es große Zuwächse in den Bereich Software (+4,1 % auf 27 Milliarden Euro) und im Beratungsgeschäft (+1,1 % auf 40 Milliarden Euro).

5G und Glasfaserausbau beleben Geschäft

Im Telekommunikationsbereich sorgte 2020 vor allen der Glasfaser-Ausbau für Wachstum. Obwohl die Vodafone Glasfaseroffensive gestoppt wurde, sprechen Ankündigungen der Deutschen Telekom und der Deutschen Bahn dafür, dass auch 2021 mit hohen Investitionen im Bereich Glasfaser gerechnet werden kann. Hinzukommt die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G, für den vielen Standorte umgerüstet werden müssen. Die Bitkom prognostiziert für den Telekommunikationsbereich 2021 deshalb ein Umsatzwachstum um 1,0 Prozent auf 67,4 Milliarden Euro.

Unterhaltungselektronik mit schwachen Aussichten

Einzig die Unterhaltungselektronik wird laut der Bitkom auch 2021 mit fallenden Umsatzzahlen rechen müssen. Prognostiziert ist ein Umsatzrückgang um 2,0 auf 8,3 Milliarden Euro.

Achim Berg: „Consumer Electronics sind trotz des Corona-bedingten Booms einzelner Bereiche weiterhin stark unter Druck. Die Corona-Sonderkonjunktur für Spielekonsolen, Wearables und Headsets kann den Abwärtstrend nicht aufhalten. Die gute Nachricht ist: Die Rückgänge verlangsamen sich.“

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